• 16. Oktober 2021 22:33

Felix Oekentorp

Ihr Kandidat im Wahlkreis 141 Herne/Bochum II

31.7. Militarisierung und Klimaschutz

Auf Einladung der LINKEN in Herne und Wanne-Eickel war Kathrin Vogler am Samstag, 31.7. um 11:00 auf dem Robert Brauner Platz (Herne Mitte). Sie ist Friedenspolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE im Bundestag, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, und stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss.

Militär ist der größte Klimakiller, und so ist jeder Schritt zur Abrüstung ein wichtiger Schritt für den Erhalt des Klimas. Allein das US-Militär produziert durch seine Manöver und Truppenübungen mehr CO2 als der gesamte Staat Portugal, eine Flugstunde mit dem Eurofighter verbraucht 3.500 kg Treibstoff. Das sind zwei Zahlenbeispiele die deutlich machen, wie sehr eine Entmilitarisierung notwendig ist, um die Klimaziele erreichen zu können.

In ihrem Beitrag verwies Kathrin Vogler auf die über 180 Toten durch die Flutkatastrophe von Mitte Juli, und dass hier eine Vorsorge nötig gewesen sei, aber nicht einmal rechtzeitig Warnungen an die Betroffenen herausgegeben wurden. Die Zahl der Naturkatastrophen hat sich von 1980 auf 2019 vervierfacht.

Sorgen um unsere Sicherheit sind angebracht, da ist das Militär aber keine Lösung sondern Teil des Problems. Wenn die jährlichen Ausgaben für die Bundeswehr innerhalb der nächsten 10 Jahre von derzeit 53 auf dann 80 Milliarden € steigen, um damit Kriegsgerät zu kaufen das die Umwelt schädigt und eine Verantwortung für eine Staatshilfe für die Flutschäden von 7 Milliarden € im Kompetenzenstreit hin und hergeschoben wird, dann ist das zynisch.

Im Pariser Klimaschutzabkommen bleiben die Emissionen des Militärs außen vor. So sind die 4 Tonnen Kerosin pro Flugstunde des Tornado mit einem Ausstoß von 13 Tonnen CO2 für die staatlichen Klimaziele nicht relevant. 93.000 Kleinwagen die jeweils 100 km fahren kommen auf die gleichen Emissionswerte. Die 530 Liter Diesel auf 100 km die der Kampfpanzer Leo2 verbraucht, könnten 100 Kleinwagen die gleiche Strecke befördern.

Die Flutkatastrophe zeigt ebenso wie die Pandemie, dass unsere Sicherheit völlig andere Mittel braucht als Militär und Aufrüstung.

Die wirkliche Herausforderung, egal, ob zwischen Eifel, Ahr und Rur, in Indien oder im Südlichen Afrika, ist überall gleich: Wir brauchen eine Politik, die die menschliche Sicherheit in den Mittelpunkt stellt und die allen weltweit ein Leben ohne Not, ohne Armut, Hunger, Angst und Gewalt ermöglicht. Dafür brauchen wir kein Militär, keine Atomwaffen, keine Großmanöver, keine Militäreinsätze. Deshalb kämpfen wir gemeinsam mit der Friedens – und Ökologiebewegung für Abrüstung und friedliche, zivile Konfliktlösungen , für ein Ende aller Rüstungsexporte und für eine Wirtschaft die nicht mehr auf der Ausbeutung von Mensch und Natur beruht.

Abrüstung ist Klimaschutz und Klimaschutz ist Friedenssicherung.

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